T-Home hortet nicht Beschwerden, T-Home vergisst

by Raphael Haase

Vor ein paar Tagen, am Dienstag, habe ich bei T-Home einen Anschluss bestellt. Zuerst war ich bei Alice, die haben aber nicht auf meine Anfrage, wie man denn den bestehenden Vertrag in der alten Wohnung auf den Nachfolger umschreiben kann, geantwortet, also dachte ich mir: Weg von denen, die sind genau so ne Enttäuschung. Außerdem hat das Schalten bei denen zuletzt schon mehr als drei Wochen gedauert und würde beim Umziehen laut Seite wieder so lange dauern.

Vollkommen inakzeptabel im 21. Jahrhundert.

Noch besser war aber T-Home: Heute rufe ich bei ner anderen Hotline von T-Home an (ja, die haben weit mehr als eine) und frage nach dem Auftragsstatus nach. Die stellen fest, dass überhaupt kein Auftrag existiert. Wundervoll.

Na gut, erst geärgert, dann nochmal alles von vorne, man kann ja eh nichts daran ändern und die “Wettbewerber” von der Telekom, die deren Leistungen eigentlich nur weiterverkaufen, sind noch schlimmer. Wie hat einer im Heise-Forum vor einigen Tagen geschrieben… “schlechten Service kriegt man eh überall”.

Nun gut, diesmal habe ich wenigstens einen konkreten Termin genannt gekriegt, an dem mein Anschluss geschaltet werden sollte: nächsten Donnerstag. Das klingt schon mal besser, als die Auskunft von der Dame am Dienstag, die offensichtlich auch noch den Auftrag verschlampt hat.

Wobei ich nicht wirklich glaube, dass der Auftrag verschlampt wurde, Spiegel Online hat mal geschrieben, dass bei der Telekom Tonnen an verschiedenen IT-Systemen existieren. Vermutlich gibt es jetzt tatsächlich zwei Aufträge, mal schauen welche Abteilung von T-Home schneller ist. Zumindest sei es “von der Geschäftsleitung so gewünscht”, dass es mehrere Hotlines und das daraus resultierende Chaos gibt. Außerdem konnte mir die Dame von der Hotline heute nur 50 Euro Gutschrift geben im Gegensatz zu den 70 vom Dienstag. Schließlich bekäme man die 70 Euro Gutschrift ja eigentlich nur dort, wo es stünde, auf der Homepage. Das war so formuliert, als wüsste die Gute nicht einmal etwas von der Aktion, obwohl sie offensichtlich schon seit einiger Zeit und noch einige Zeit geht. Was genau können die überhaupt wirklich vollständig?

Aber gut, “schlechten Service kriegt man eh überall”.

Zur Sicherheit habe ich dann später nochmal bei der Hotline angerufen, damit der Auftrag diesmal nicht wieder verloren gehen möge. Zum Glück konnte mir der Herr an der Hotline diesmal bestätigen, dass der Auftrag existiert und auch schon die zukünftige Festnetz-Rufnummer sagen. Der schien auch insgesamt wirklich Ahnung zu haben und hat mich gleich noch auf das Angebot der Telekom aufmerksam gemacht, bei dem man ein bisschen monatliche Gutschrift bekommt, wenn man Festnetz-, Internet-Anschluss und Mobilfunk-Vertrag bei der Telekom hat. Der Erste, der’s wirklich drauf hatte.

Nun hoffe ich, dass ich wenigstens am Donnerstag dann Modem und geschalteten Anschluss habe und endlich wieder alles funktioniert. Und wie immer zeigt sich: Ruft man bei der Telekom (egal welcher Unternehmensbereich) n Mal an, so bekommt man ≈ n + ceil(ln(3n)) Antworten. Es gilt also Antworten(n) = O(n + ln n), d.h. man bekommt zwar in endlicher Zeit eine ungefähr ausreichende Menge an komplett unterschiedlichen und gegensätzlichen Antworten aus denen man sich dann den Durchschnitt bilden darf, muss aber “exponentiell oft” anrufen, damit man eine statistisch aussagekräftige Menge an Antworten hat. Ich glaube man sollte bei politischen Wahlen in Zukunft einfach nur mehr Telekom-Mitarbeiter befragen, das dürfte auf das gleiche Ergebnis hinauslaufen.

In dem Zusammenhang muss ich auch bekunden, dass ich nicht verstehen kann, worüber sich die Linken eigentlich aufregen: Ich meine, wir haben doch Kommunismus. Man muss auf seine DSL-Anschlüsse wie auf den Trabbi in der DDR warten, man wird häufig von komplett Unwissenden und Inkompetenten bedient, wirklichen Wettbewerb gibt’s auch nicht, dafür ein Staats-Unternehmen, das offensichtlich jeden anstellt und mitfüttert, der zumindest nicht zu dumm zum “hier” schreien ist. In manchen Bereichen geht es einem in Deutschland schon wieder so schlecht wie im Kommunismus, also wo ist das Problem für die linken Heuschrecken?

(Heuschrecken sind diejenigen, die alles auffressen, was ihnen nicht gehört, in der Metapher müssten also die Unternehmer die Bäume sein, die es sich doch glatt erlauben, Arbeitsplätze zu schaffen und für Leistung auch Gehälter zu zahlen, während die Linken die Heuschrecken sind, die auffressen, woran sie nicht gearbeitet haben. In der Natur gründen auch nicht die Schnabeltiere einen Verein zur Abschaffung der Bäume und Unterstützung der Brandrodung, weil die Schnabeltiere zumindest durch Zufall das Richtige tun: Ihren Schnabel halten. Nehmt euch mal daran ein Beispiel…😉 )