Barcamp Hamburg: Zusammenfassung

by Raphael Haase

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Das Barcamp war wirklich toll! Ich habe eine Reihe an Leuten aus der Szene wieder getroffen, vor allem auch endlich wieder die Hamburger Szene, die ich im Mai zuletzt gesehen habe.

Was beim Barcamp Hamburg auch exzellent war, war das Essen. Es war reichlich vorhanden, sehr viel Auswahl und insgesamt gut organisiert. Da kann München auch noch etwas nachholen😉

Von den Sessions her fand ich die Marketing-Sessions ziemlich öde, die Technik-Sessions haben mir aber umso mehr gefallen. Zum Beispiel gab es eine Session zu iPhone-Entwicklung, Brainstorming zu einem Barcamp-Organisations-Client für mobile Geräte (J2ME, iPhone, Android etc.) und Oli von mixxt hat eine Session zu China 2.0 gemacht, bei der es um die Unterschiede zwischen der deutschen und der chinesischen Webszene ging.

Am Sonntag hat Oli Gassner mir auch ein paar neue Anregungen zu Getting-Things-Done, der inzwischen wohl extrem bekannten Zeit-Management-Methode gegeben und von T-Mobile waren zwei Marketing-Typen da, die uns das G1 gezeigt haben (danke für die Aufnahme, Peate!) und erzählt haben, wie es so ungefähr in Deutschland sein wird.

Leider hatten die Typen von T-Mobile eher wenig Ahnung und konnten ein paar wichtige Sachen nicht beantworten. So haben sie weder einen Erscheinungstermin in Deutschland nennen können, noch mir begründen können, warum sie ernsthaft glauben, dass ihr Lock-In-Politik mehr Geld bringt. Meine Idee ist: Würde T-Mobile bei den Datentarifen VoIP, IM etc. nicht einschränken und anständige, ehrliche Tarife anbieten (z. B. 5 Euro pro GB, statt einer “Flatrate”, die überhaupt keine ist), dann würden so viel mehr Leute das mobile Internet nutzen, dass T-Mobile insgesamt mehr Umsatz macht. Die zwei meinten nur, das würde sich nicht rechnen, ohne es zu begründen und ich glaube, T-Mobile hat sich dabei auch verrechnet.

Sie wussten auch nicht so genau, ob man das G1 jetzt als Modem für den Laptop verwenden könnte oder nicht.

Einer der beiden von T-Mobile hat aber etwas Wichtiges angesprochen: Vom Publikum wurde angeregt, dass jetzt weder T-Mobile noch Google so vertrauenswürdig sind, was Datenschutz angeht. Der T-Mobile-Vertreter meinte aber, das sei den meisten Benutzer laut einer Befragung gar nicht so wichtig. Und das ist auch mein Eindruck.

Insgesamt hat sich das Barcamp also sehr für mich gelohnt und sehr viel Spaß gemacht. Großen Dank an das Orga-Team und Otto, die den Standort zur Verfügung gestellt haben und an die Sponsoren!